Logbuch 2017

 

09. 10. 2017 - 14. 10. 2017 Bekana Island/Fidschi - Nouméa/Neukaledonien
Eigentlich hätten wir bis Ende Oktober in Fidschi bleiben können, aber erstens wollen wir nicht so auf den letzten Drücker los und zweites tut sich gerade ein sogenanntes Wetterfenster auf, welches angenehmes Segeln nach Neukaledonien verspricht.
Ansonsten waren wir die ganze Zeit vor Bekana Island an der Mooring von Thierry und Nia, die sich gerade in Europa aufhalten. Eigentlich wollten wir ja auch noch ein bisschen segeln, wie zum Beispiel mal nach Denerau oder Musket Cove. Die hauptsächliche Motivation wäre der Ascheregen von Lautoka gewesen, denn zur Zeit ist Zuckerrohrernte und die Zuckerfabrik ist voll in Betrieb und manchmal bläst der Rauch in unsere Richtung. Außerdem werden überall an Land die Zuckerrohrfelder abgebrannt und die Asche landet auch manchmal auf unserem Deck. Schön ist das nicht!
Aber halt nur manchmal und es wird ja auch wieder weg geweht. In erster Linie sind wir wegen Hans und Judy geblieben, da wir ihre Gesellschaft und die guten Gespräche sehr genossen haben. Wir vermissen sie jetzt schon.
Was haben wir sonst noch so getrieben? Das Bekana Island Resort hat wieder neue Besitzer und da das Survivor-Film-Team, welches die Insel bei unserem letzten Aufenthalt vor Bekana Island komplett gemietet hatte, wieder weg ist, konnten wir diesmal auf die Insel. Mittlerweile haben sie einen Pizzaofen und die Lobster-Pizza schmeckt recht gut.
Aber wir gehen auch gerne mal in die Stadt und vor allem der Markt in Lautoka ist echt toll. Der wird uns fehlen, wenn wir hier weg sind. Und nach dem Marktbesuch gehen wir immer in unser Stammlokal essen und werden dort auch wie Stammgäste behandelt.
Wir machen ein paar Tauchgänge mit Hans, die immer sehr gut sind. Unglaublich, wie viele Fische in dem Wrack sind, welches Hans zweimal die Woche betaucht und vor allem wie zutraulich die Fische sind. Wir machen Aufnahmen von einem Zackenbarsch, wobei wir ihn fast mit der Kamera an stupsen können.
Eigentlich hatten wir uns auch mal vorgenommen, einen Ausflug zu dem Dorf Navala zu machen. Dieses Dorf soll noch sehr ursprünglich sein und die Bauweise der Häuser ist auch noch wie früher und besteht nur aus Naturmaterialien. Aber dann lesen wir, dass da Touristen öfter hin gekarrt werden, es wird kein Sevusevu fällig und statt dessen will man Eintritt. Das soll traditionell sein? Dann ist der Weg dorthin sehr lang, eine Stunde von Lautoka nach Ba und dann noch mal zweieinhalb Stunden schlechte Straße mit dem Taxi. Und das alles nur um ein paar reedgedeckte Häuser zu sehen? Nee, wir kennen mittlerweile so viele traditionelle Dörfer zu denen wir wesentlich einfacher hin gekommen sind und wir verzichten auf einen Besuch in Navala.
Statt dessen machen wir einen Ausflug zur Vuda Point Marina. Wir waren ja noch nie mit dem Boot da und wir kennen viele Segler, denen es dort gut gefallen hat.
Kaum sind wir da, laufen uns auch schon Seglerfreunde über den Weg, die dort ihr Boot an Land stehen haben und einige Arbeiten zu erledigen haben. Die Wiedersehensfreude ist groß und es gibt einiges zu erzählen. Im Marinagelände gibt es auch ein Restaurant und wir essen dort sehr gut. Es liegt schön mit Blick aufs Meer und eine angenehme Brise weht auch. Kein Wunder, dass unsere Bekannten alle so begeistert von diesem Restaurant waren.
Aber dann kommt die Zeit des Abschiednehmens. Wie ich das hasse! Aber wir suchen es uns ja aus. Wir könnten ja auch sesshaft werden, aber dazu haben wir auch noch keine Lust, also müssen wir mit den Abschieden leben.
Wir wollen Montagmorgen ausklarieren und diese Idee haben schon einige, denn viele Segelboote liegen vor Lautoka. Heute geht das Ausklarieren flott vor sich und wir sind schnell fertig. Um 10 Uhr gehen wir Anker auf und segeln erstmal Richtung Malolo Island, wo wir aus dem nahegelegenen Pass hinaus aufs offene Meer fahren.
Und Benno hat wieder das perfekte Wetterfenster gefunden, denn die Passage nach Neukaledonien ist so einfach nicht, wie manch einer schon erfahren musste, der mit mehr Wind und heftigeren Wellen klar kommen musste, als auf dieser Strecke erwartet wurde.
Wir hatten ordentlich Wind, der uns bis zu 18 kn Speed gebracht hat (ja, das Mädchen kann doch noch laufen!), aber die Wellenhöhe war akzeptabel, sodass wir eine bequeme Fahrt hatten. Der Havannah Pass bei Neukaledonien, der manchmal zu alptraumartigen Zuständen bei Seglern führen kann, hat sich auch von seiner zahmen Seite gezeigt. So sind wir mit nur drei Nachtfahrten schon am Donnerstagabend in Ilot Maitre angekommen. Es war uns zu dunkel um noch direkt nach Nouméa einzulaufen, denn dort ankern immer viele Boote und den Stress wollten wir uns nicht antun. Aber am nächsten Morgen waren wir ja in weniger als einer Stunde da und das Einklarieren war noch am Freitagmorgen erledigt. Wie immer bei den Franzosen ging das schnell und kostenlos. Dann Stadtgang, erst zum Geldautomat, dann Internetzugang besorgen und in den Supermarkt. Was liebe ich die französischen Supermärkte! Und was werden wir die nächste Zeit schlemmen und sündigen. Aber egal, alles zu seiner Zeit!
Und wie so oft liegen schon einige uns bekannte Segler hier und wir sitzen schon am Nachmittag zum Schwätzchen auf einem anderen Boot.
Wie lange wir hier bleiben werden und was wir alles unternehmen wollen, darüber haben wir jetzt noch keinen genauen Plan. Wird sich finden!

15. 08. 2017 - 23. 09. 2017 Savusavu - Fulaga - Ovalau - Lautoka
Diesmal haben wir es nur fünf Tage in Savusavu ausgehalten, bei unserem letzten Aufenthalt vor drei Jahren waren es immerhin sechs Tage. Andere Segler verbringen hier Monate, manche sogar Jahre, aber für uns ist das nix. Wir wollen lieber segeln und uns anschauen, was es noch so Schönes in der Welt gibt. Aber jeder hat ja so seine eigenen Vorstellungen, obwohl wir zugeben müssen, dass uns das "Social Life" in Savusavu auch gut gefallen hat. Wir haben viele uns bekannte Segler getroffen und haben auch neue Kontakte geknüpft. Sehr schön war die Full-Moon-Party in der Savusavu Marina, eine Pot-Luck-Party, wo jeder was Leckeres zum Essen mitgebracht hat und diesmal gab es sogar Live Musik. Janet und David waren mit in der Gruppe und die Beiden hatten wir das erste Mal auf den Marshall Inseln getroffen.
Savusavu hat auch einige gute Restaurants und unser Lieblingsinder von vor drei Jahren kocht immer noch so gut.
Ansonsten war so furchtbar viel nicht zu erledigen und nachdem wir Bennos Visum verlängert hatten und ordentlich eingekauft haben, haben wir die Leinen bei der Waitui Marina los geworfen und sind wieder Richtung Osten gesegelt.
Unser erster Stopp war in Fawn Harbour, wo wir ein paar Tage gewartet haben, bis wir wieder weiter gepflegt nach Osten segeln konnten. Dann sind wir weiter bis an die Nordwestküste von Taveuni, wo wir zuletzt vor zwei Jahren waren. Aber so sehr lange waren wir auch dort nicht, aber wir haben ja ein ausführliches Besichtigungsprogramm von Taveuni vor zwei Jahren gemacht.
Sobald der Wind günstig war, sind wir wieder Ankerauf gegangen und sind mehr oder weniger in einem Rutsch in die südliche Lau-Gruppe gesegelt. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass wir vorher auf dem Zwischenstopp in Matagi neben der Megayacht Eos lagen. Megayacht ist etwas untertrieben, denn sie war bis Anfang dieses Jahres die größte Segelyacht der Welt. Mittlerweile gibt es eine noch größere, aber die sieht potthäßlich aus.
Da der Pass in Fulaga, unserem nächsten Ziel, etwas tricky ist, sind wir erst nach Yagasa, eine Inselgruppe nur 12 sm von Fulaga entfernt.
Bei der Annäherung an die Inselgruppe Yagasa sehen wir eine größere Gruppe von Buckelwalen, auch direkt beim Boot. Zwei tauchen so dicht vor Belena auf, dass Benno Angst hatte, wir könnten mit ihnen kollidieren. Aber ich denke nicht, das die so blöd sind, obwohl man schon mal gehört hat, dass sie irrtümlicherweise zwischen den Rümpfen von einem Katamaran aufgetaucht sind. Wenn sie dann Panik kriegen, kann das dumm ausgehen, für beide Beteiligten.
Und natürlich hatte ich mal wieder keinen Fotoapparat zur Hand, als sie plötzlich ganz dicht vor uns sind. Aber zum Glück ist mir ein Schnappschuss gelungen, als sie dann wieder hinter dem Boot aufgetaucht sind.
Da für die nächsten Tage wieder Starkwindwarnung angesagt ist, gehen wir aber bald wieder Anker auf und segeln die paar Meilen nach Fulaga, denn sonst hängen wir vielleicht hier längere Zeit fest. Den Pass bewältigen wir bei fast Niedrigwasser und die Pass-Passage verläuft ohne Probleme.
Wir fahren gleich bis zu dem Ankerplatz, von dem es nicht sehr weit bis zum Dorf Moana-I-Cake ist. Dort wohnt der Ober-Chief der ganzen Inselgruppe und dort sollen und wollen wir Sevusevu machen, welches dann für ganz Fulaga gilt. Um zum Dorf zu kommen, müssen wir allerdings eine halbe Stunde über den Hügel gehen, aber der Weg ist gut zu laufen. Im Dorf werden wir gleich in Empfang genommen und zum schon 91 Jahre alten Chief geführt. Vorher geben wir Soki, dem Turaga-ni-Koro, das Kavabündel und er will auch gleich die 50 Dollar Ankergebühr, die sie allerdings als Spende bezeichnen. Es ist das erste Mal, dass wir in Fidschi eine Ankergebühr bezahlen müssen und diese Tatsache wird auch sehr unterschiedlich bewertet. Fulaga zählt mittlerweile zu DEM "Must-see" und mittlerweile kommen sehr, sehr viele Boot hierher und auch schon mal das ein oder andere Kreuzfahrtschiff. Kein Wunder, dass es hier nicht mehr ganz so traditionell zugeht, wie auf anderen Inseln, die weniger Berührung mit dem Tourismus haben, aber die Landschaft hier ist schon grandios. Pilzköpfe über Pilzköpfe und daneben auch lange, weiße Strände. Ich werde Schwierigkeiten haben, die schönsten Bilder für die Homepage rauszusuchen, denn ich habe viele schöne Aufnahmen gemacht.
Nach dem Sevusevu werden wir unserer Gastfamilie, Suki und Wati, vorgestellt, die sich während unseres Aufenthaltes hier um uns kümmern. Wir werden zu leckerem Zitronenblätter-Tee eingeladen und man hat auch so eine Art Pfannkuchen und Kuchen für uns gebacken.
Wir sind dabei, als die Frauen in Gemeinschaftsarbeit die Pandanus-Blätter bearbeiten. Die werden gekocht, dann getrocknet und anschließend mit großen Muschelschalen wieder geglättet. Letztendlich werden sie zu Pandanus-Matten verarbeitet. Wir schauen uns das Dorf an, alles sieht sehr gepflegt aus, aber die Häuser sind komplett aus Wellblech, sowohl die Dächer, als auch die Wände. Bevor wir wieder an Bord gehen, werden wir noch mit Papaya und Kumala versorgt, wofür wir aber bezahlen. Auch eine Premiere, denn bisher haben wir diese Sachen in den Dörfern immer geschenkt bekommen.
Die nächsten zwei Tage sind leider nicht sehr schön, es ist windig, regnerisch und kalt. Also bleiben wir meistens an Bord bis auf einen Besuch beim Nachbarboot. Wir lernen Humberto kennen, einen Holländer, der aber lange in Spanien gelebt hat und der jetzt mit seiner 91jährigen Mutter auf seiner Segelyacht lebt. Tilly ist mit Abstand die älteste Seglerin, die wir bisher kennengelernt haben.
Am Freitag werden alle Segler von den Leuten im Ort zu einer Art Picknick eingeladen. Viele Leute aus dem Dorf werden auf die Boote verteilt und dann fahren wir zu einem schönen Platz mit großem Strand. Die Leute aus dem Dorf sind gleich ganz emsig. Ein Teil geht fischen oder Muscheln sammeln, Landkrabben werden gefangen und die Männer bereiten mehrere Erdöfen vor, wo dann später alles gegart wird. Aus den Rippen von Palmblättern wird ein Grill gebastelt und die Brotfrüchte werden halbiert auch im Erdofen gegart. Aus dem Dorf haben sie noch Kumala (Süßkartoffeln) und Cassava mitgebracht. Kommt auch alles in den Erdofen. Zu trinken gibt es frische Kokosnüsse und als Strohhalmersatz dienen Stengel von Papayabaumblättern. Was braucht man mehr?! Wir genießen das leckere Essen und unterhalten uns gut, bevor wir wieder zurück fahren und alle nach Hause bringen.
Die nächsten Tage verbringen wir abseits der Dorfgemeinde und der Seglergemeinde und ankern in der Nähe des Passes. Dort wollen wir Schnorcheln und Tauchen und nach den Berichten von einigen Seglern soll es da recht gut sein. Nun, schlecht ist es nicht, aber wir haben schon besseres gesehen.
Die nächsten Tage pendeln wir zwischen ein paar schönen Ankerplätzen hin und her. Also vom Pass wieder zu dem Sand Spit, wo das Picknick in der Nähe stattfand, zu dem Ankerplatz, von dem man zum Dorf laufen kann und dann haben wir noch eine kleine Insel entdeckt, Yanuyanukalou , die früher bewohnt war und auf der wir schöne Spaziergänge machen.
Ein Spaziergang ist der Weg nicht gerade, der uns zu dem Lookout führt, der etwas abseits des Weges liegt, den wir immer zum Dorf Moana-I-Cake nehmen. Es ist teilweise anstrengend, weil mit Gekraxel verbunden, aber es ist absolut lohnenswert, denn man hat von dort oben einen Rundumblick auf Fulaga.
Fulaga ist für sehr schöne Holzschnitzarbeiten bekannt und wir kommen mit Milli, der einer der Männer ist, die diese Kunst beherrschen und Charlotte seiner Frau in näheren Kontakt. Charlotte hat eine alte handbetriebene Singer-Nähmaschine (ein chinesischer Nachbau) und als ich erwähne, dass ich eine elektrische Nähmaschine habe, ist sie da sehr heiß drauf. Also schleppen wir das Ding an, ist ja immerhin eine halbe Stunde vom Dinghi-Landeplatz zu laufen, und ich mache einen Nähmaschinenkurs. Da die elektrische Maschine fast genauso wie die manuelle Maschine funktioniert, hat Charlotte (und noch einige andere Frauen, die auch zuschauen) den Bogen schnell raus und die Nähmaschine hat eine neue Heimat. Ich kriege dafür eine wunderschöne Schale, die jetzt mitten auf unserem Tisch an Bord steht. Milli hätte gerne eine Gitarre und auch damit können wir dienen und kriegen dafür noch eine Schale.
Bei dem Sand Spit Ankerplatz liegen außer uns noch ein paar andere Yachten und ein Segler hat die Idee, alle zu einer Potluck-Party einzuladen. Super, jeder bringt was leckeres zum Essen mit und jeder hat interessante Geschichten zu erzählen. So wird es ein toller Abend.
Wir haben eine sehr schöne und auch sehr abwechslungsreiche Zeit in Fulaga, umgeben von einer Landschaft von ausgesprochener Schönheit und wir könnten noch viel länger bleiben. Aber es gibt leider auch Termine im Paradies, denn Ende Oktober müssen wir ausreisen. Wir wollen die nächste Zyklonsaison in Neuseeland verbringen und da es uns Ende Oktober dort noch zu kalt ist, wollen wir erst wieder nach Neukaledonien und dann erst nach Neuseeland. Also müssen wir sozusagen von der einen Ecke wieder in die andere Ecke von Fidschi segeln (also vom Osten wieder in den Westen) und da wir nicht hetzen wollen, wird halt irgendwann zum Aufbruch geblasen.
Der Abschied im Dorf ist teilweise tränenreich und wir müssen versprechen, wieder zu kommen. Wir werden sehen.
Die nächste Inselgruppe, die wir dann besuchen ist wieder Yagasa. Wir hoffen, dass die Buckelwale noch dort sind, aber das ist leider Fehlanzeige, denn sie sind wohl schon wieder auf dem Weg nach Süden in kältere Gewässer. Schade, aber wir verbringen trotzdem ein paar schöne Tage bei den Inseln Navutu-I-Loma und Yuvuca, wo wir schnorcheln, tauchen und an Land Kokosnüsse und Papayas einsammeln. Teilweise sind die Papayas noch grün, aber kleingeschnitten und mit Zwiebeln und Knobi gedünstet bereite ich sie als Gemüse zu. Der Geschmack erinnert uns ein bisschen an Kohlrabi.
Da die Inseln hier unbewohnt sind, "schlachten" wir auch mal wieder eine kleine Palme um an das leckere Palmherz zu kommen. So nähern wir uns teilweise der Art, wie sich die Einheimischen ernähren. Wir essen das, was uns die Natur bietet, da das Obst und Gemüse, welches wir vor Wochen in Savusavu gekauft haben schon lange aufgebraucht ist.
Aber so langsam wünschen wir uns doch wieder einen Supermarkt und wir wollen deshalb nach Levuka auf Ovalau. Vorher machen wir aber noch einen Stopp auf der Insel Gau. Wir ankern in der Herald Bay und da wir ein paar Tage bleiben wollen, machen wir Sevusevu im Dorf Sawaieke. Welch eine Überraschung, als uns der Chief in Deutsch begrüßt und auch noch ein paar andere Worte auf Deutsch kann. Er kennt Bremen und Hamburg ganz gut, denn er war früher Soldat bei der britischen Armee und einige Zeit in Deutschland stationiert.
Bevor wir dann nach Ovalau segeln, machen wir noch bei der südlich gelegenen Insel Leleuvia halt. Dort gibt es ein Resort, welches sehr seglerfreundlich ist. Es fängt schon damit an, dass extra jemand mit dem Boot uns entgegen fährt um uns zu einer freien Mooringboje zu bringen. An Land werden wir sehr herzlich begrüßt und wir dürfen alle Einrichtungen des Resorts benutzen. Es gibt leckeres Essen, die Bar ist hübsch, wir dürfen kostenlos Kayaks und Standup-Boards benutzen und man bietet uns sogar Duschen mit warmem Wasser an. Was für ein Service! Hier könnten wir es recht lange aushalten, aber der Supermarkt ruft.
In Levuka unternehmen wir außer einkaufen nicht sehr viel. Wir besorgen uns auch wieder Internet, was ja jetzt hier in Fidschi unschlagbar billig ist. Wir zahlen für 100 GB nur 50 Fidschi-Dollar, dass sind knapp über 20 Euro. Da kann man nicht meckern. In der Lau-Gruppe gibt es bisher nur auf wenigen Inseln Internet und Fulaga gehört noch nicht dazu, aber beim Segeln entlang der Nordküste von Viti Levu haben wir wieder Internet auf unserem Weg nach Westen.
Auf dem Weg nach Lautoka segeln wir dicht an Land und uns fällt auf, dass die meisten Häuser neue Dächer haben. Der Zyklon Winston hat hier schwer gewütet und wir sehen auch noch das ein oder andere Wrack, das dem Zyklon zum Opfer gefallen ist.
Nach ein paar Zwischenstopps kommen wir wohlbehalten in Lautoka, unserem neuen Heimathafen (wie Benno spaßhalber sagt) an. Nun, dort haben wir mittlerweile mehr Zeit verbracht als in Emden. Um genau zu sein, liegen wir nicht genau vor Lautoka, sondern vor Bekana Island, etwa eine Meile von Lautoka entfernt. Dort ist es schöner als direkt vor Lautoka und vor allem warten da schon unsere Freunde Hans und Judy auf uns.
Wir werden ein Weile hier bleiben und wenn es dann weitergeht, werden wir uns wieder melden.

27. 07. 2017 - 10. 08. 2017 Bavatu Harbour - Savusavu
Für die Gegend um Bavatu Harbour haben wir uns als erstes den Lookout auf die Bay of Islands vorgenommen. Es gibt in der Bucht sogar einen schönen Steg, wo wir mit dem Dinghi anlegen können. Wir nehmen an, er gehört zu den Häusern, die man hoch oben sieht. Dann geht es 271 Stufen hoch, bis wir in etwa auf der Anhöhe sind, von wo wir zu dem Lookout kommen. Unten gibt es eine Tafel, wo jemand ganz stolz verkündet hat, dass er diese Stufen in 56 Sekunden bewältigt hat. Wir haben 15 Minuten gebraucht, aber wir sind auch immer wieder stehen geblieben um Fotos zu machen oder die Gegend auf uns wirken zu lassen. Wir gehen zu dem kleinen Dorf, welches von den Leuten bewohnt wird, die dieses Anwesen bewirtschaften. Wir werden gebeten, uns ins Besucherbuch einzutragen und dann zeigt man uns den Weg zu dem Aussichtspunkt.
Der Aussichtspunkt ist Klasse, was aber sicher auch an dem schönen Wetter liegt, was wir zur Zeit haben. Kaum Wolken am Himmel und wir können uns kaum losreißen. Aber wir wollen auch noch zu den beiden Häusern, die wir schon vom Ankerplatz aus gesehen haben. Dort gibt es sogar Internetzugang und da wir das schon von anderen Seglern erfahren hatten, haben wir das Tablet dabei. Natürlich haben wir auch Fotos von Belena am Ankerplatz gemacht.
Dann knurrt der Magen und wir machen uns wieder auf den Heimweg.
Später erkunden wir die ganze Bucht mit dem Dinghi. Laut einigen Publikationen soll es hier sogar Hurrikan Holes geben. Nun, nach dem Zyklon Winston hat man sicher darüber die Meinung revidieren müssen. Ja, geschützte Ankerplätze gibt es hier, aber als hurrikansicher würden wir sie nicht bezeichnen.
Unser nächstes Ziel nennt sich Little Harbour und sehr viele Boote haben hier keinen Platz. Aber außer uns erhebt zur Zeit niemand Anspruch auf diesen Platz und wir lassen den Anker dort fallen. Niemand da außer uns. Das mögen wir ganz gerne.
Unsere Ankerbucht gehört zu dem Dorf Mavana und wir wollen dort Sevusevu machen. Aber das Dorf selbst liegt an der Ostküste von Vanua Balavu und es ist im Moment dort zu rau, um vor dem Dorf zu ankern. Auch mit dem Dinghi wollen wir nicht so weit in so aufgewühltem Meer fahren und so entscheiden wir uns für den Landweg. Wir haben gelesen, dass es einen Pfad zu dem Dorf geben soll und wir marschieren mit Kavastrauß und ein paar Geschenken für die Schule los. Schöner Weg und nach einer Stunde sollte das Dorf da sein, aber der Weg hört plötzlich auf. Keine Chance, also gehen wir wieder zurück. Auch wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben, war doch der Spaziergang sehr schön und anschließend erkunden wir noch die Lagune südlich der Little Bay. Dann ist Schietwetter und wir bleiben an Bord, doch am nächsten Tag ist es wieder schön und es hat auch so gute Bedingungen, dass wir vor dem Ort Mavana ankern können.
Wir ziehen uns standesgemäß an, dass heißt, dass ich einen meiner Sulu Jambas trage und Benno hat natürlich auch einen Sulu an. Schließlich ist dies eines der Dörfer, die noch sehr auf die alten Traditionen schauen.
Kaum an Land, werden wir sehr herzlich in Empfang genommen und zum Chief geführt. Der spricht kaum Englisch, aber Liku, die uns begleitet hat, übersetzt souverän die üblichen Fragen. Wie wir heißen, woher wir kommen, wie unsere Reise verlaufen ist, ob uns Fidschi gefällt, wo wir schon in Fidschi waren usw. usw.
Aber eigentlich ist Kolinio Waqavonovono nur der Vertreter des Chiefs, denn der ist Laisenia Qarase. Der war bis 2006 Ministerpräsident von Fidschi und wurde von Bainimarama gestürzt, was ihm die Bewohner des Ortes heute noch übel nehmen. Dabei hat Bainimarama mittlerweile die Anerkennung von sehr vielen erreicht, die seine Politik als sehr positiv für die Entwicklung von Fidschi ansehen.
Nach der Zeremonie sind wir in die Dorfgemeinschaft aufgenommen und wir werden von Liku und Uraia durchs Dorf geführt. Es gab hier viele Schäden durch Zyklon Winston in letzten Jahr, aber zum Glück hatte das Dorf keine Toten zu beklagen. Überall sieht man Wiederherstellungsarbeiten und die Schule wird komplett neu gebaut. Das Geld stammt aus Neuseeland und da Laisenia Qarase aus diesem Dorf stammt, verfügt man hier möglicherweise über bessere Kontakte als andere. Man zeigt uns auch sein Haus, welches auch Schäden von Winston hatte, aber davon sieht man nicht mehr das geringste. Ja, Beziehungen sind alles!
Ein weiteres Haus, welches weit aus dem Rahmen fällt, ist das von Jackie, einer Engländerin, die wir vor ein paar Tage getroffen haben und die ein paar Wochen im Jahr hier verbringt. Das Haus liegt etwas erhöht und ist wunderschön und auch die Inneneinrichtung gefällt uns sehr gut. Vor allem der Blick von dort oben ist phantastisch.
Als wir zurück auf Belena wollen, werden wir nach guter Sitte wieder mit Papayas reich beschenkt. Diesmal ist auch ein großer Kürbis mit dabei. Wir wissen ja schon seit unserem Besuch auf Vanuatu 2016, dass Papayabäume sehr schnell wachsen. Nun lernen wir, dass auch die Kürbisse ähnlich schnell wachsen. Man sieht auch überall Auberginen, die hier wohl wie Unkraut wuchern.
Als Dankeschön laden wir Liku und Uraia zu uns an Bord ein und sie freuen sich sehr, da sie zum ersten Mal in ihrem Leben auf einer Yacht sind.
Wir würden gerne noch länger hier vor Mavana ankern, aber dies ist ein Ankerplatz, der leider bei den vorherrschenden Winden aus Südost sehr ungemütlich, bzw. gefährlich ist. Daher gehen wir auch Ankerauf, als sich eine solche Wettersituation abzeichnet. Schade!
Als nächstes wollen wir die Insel Avea besuchen, aber direkt vorm Dorf können wir nicht ankern, da es dort im Moment nicht geschützt genug ist. Also ankern wir ein kleines Stückchen weiter nördlich, haben dafür aber eine wunderschöne Kulisse und schöne Schnorchelplätze sind nicht weit weg.
Als wir ins Dorf Avea laufen, ist der Chief nicht da und auch nicht der Headman, der Vertreter des Chiefs. Die Männer sind fast alle nach Mavana gefahren, weil man dort in Gemeinschaftsarbeit hilft, die Schäden, die durch Zyklon Winston entstanden sind, zu beseitigen.
Avea hat es auch ziemlich erwischt und die Schule, die nahe am Meer steht, ist schwer beschädigt. Die Kinder werden jetzt im privaten Haus der Lehrerin unterrichtet, zu der man uns führt und mit der wir uns lange unterhalten. Man wird die Schule demontieren und was noch an brauchbarem Material vorhanden ist, wird für das neue Schulgebäude verwendet werden. Die wird dann etwas weiter weg vom Meer gebaut, da viele Schäden nicht nur durch den starken Wind, sondern auch durch das aufgewühlte Meer entstanden sind.
Die Männer sollten so gegen vier Uhr zurückkommen, also warten wir und schauen uns im Dorf um. Als die Männer auch nach vier Uhr noch nicht da sind, hauen wir ab, sonst wird es uns zu spät. Wir äußern gegenüber der Lehrerin den Verdacht, dass die Männer wohl in Mavana noch gemeinsam Kava trinken, aber da belehrt sie uns eines Besseren. Das sei in den ersten zwei Wochen jeden Monats verboten. Wow, diese Regelung kommt von der methodistischen Kirche und gilt für ganz Vanua Balavu. Hatten wir bisher nix von gehört. Nun, uns kann es egal sein, wir stehen ja nicht so auf das Zeug, aber die armen Männer tun uns leid.
Am nächsten Tag klappt es dann mit dem Sevusuvu, wir treffen Viliame, den Headman an und geben unser Kavasträußchen ab. Er drückt seine Freude darüber aus, dass wir Sevusevu machen und somit die alten Traditionen ehren, aber er selbst wohnt schon sehr modern. Er hat Möbel, Sessel, Stühle, Tische und auch Schränke, alles Dinge, die man in den traditionellen Häusern nicht sieht. Dort gibt es meist nur Pandanusmatten auf dem Boden und sonst kaum Mobiliar.
Viliame hat auch Solarpanels, eine große Batterie und einen Inverter. Auch die Küche ist modern und nicht wie sonst draußen, sondern hat alles, was wir Europäer so kennen.
Wir unterhalten uns auch viel über den Zyklon Winston und Viliame hat aus drei Häusern, die ihm weggeflogen sind, ein einziges neu gebaut, aus den Teilen, die er noch gefunden hat.
Zum Abschied schenkt er uns noch einige Papayas und Bananen. Natürlich wieder eine ganze Staude, sodass ich wohl wieder Bananenmarmelade kochen werde.
Unser nächster Stopp ist vor Lomaloma, der "Metropole" von Vanua Balavu. Hier gibt es es eine Ansammlung von Ortschaften und wir brauchen hier kein Sevusevu zu machen. Während wir da sind, läuft auch das Versorgungsschiff Seni Kabuta ein, aber für uns haben sie nichts interessantes dabei. Sie laden viel Baumaterial ab, denn auch hier gibt es viele Schäden durch Winston. Wir hätten gerne wieder frisches Gemüse und finden das bei Salen, einem Inder in Kabula. Er hat einen schönen Garten und verkauft uns diverses Gemüse für kleines Geld. Leider sind die Tomaten noch nicht reif, sie brauchen noch zwei Wochen. Schade.
Danach wollen wir noch weiter nach Süden und zwar nach Susui. Kavasträußchen haben wir ja noch und können also auch dort Sevusevu machen. Der Chief ist leider nicht da, doch Zorro, seine Vertreterin nimmt die Zeremonie vor und wir sind im Dorf willkommen. Hier reizt uns aber weniger das Dorfleben als die Hidden Lagoon, zu der wir mit dem Dinghi fahren. Wir fotografieren natürlich unendlich viele Male die Pilzköpfe, für die die Laugruppe so bekannt ist, hier auch mal mit Strand, was wir weiter im Norden von Vanua Balavu nicht so gesehen haben. Es gibt hier auch Unmengen von Austern und wir scheuchen viele Flughunde auf, die wir erst für große Vögel halten. Aber gegen die Sonne betrachtet, sieht man gut die für Flughunde typische Silhouette.
Schnorcheln gehen wir auch hier bei Susui und das ist bis jetzt das Beste, was wir auf Vanua Balavu gesehen haben. Uns begegnen unter Wasser mehrere Haie, eine Gruppe von mindestens sechs Adlerrochen, einem Stachelrochen und auch zwei Schildkröten. Die schönen bunten Fischlein nicht zu vergessen und auch viele Nemos mit ihren Anemonen. Und zum Glück ist das Wasser nicht so sehr kalt, wir haben immerhin Winter hier.
Aber wir können unsere Reise nicht weiter Richtung Süden zu den anderen Lau-Inseln fortsetzen, denn Bennos Visum läuft Ende des Monats aus und wir wollen eine Verlängerung beantragen. Der nächste Ort, wo das möglich ist, ist Savusavu und da wollen wir dann auch bald hin. Unterwegs machen wir noch einen Stopp im Norden von Vanua Balau, wo wir an einem sehr schönen Platz ankern, der mit Sicherheit das Prädikat pittoresk verdient.
Die Nachtfahrt nach Savusavu ist angenehm und ereignislos und wir kommen morgens an und machen an einer Mooring der Waitui Marina fest. Dass ist noch ziemlich am Beginn des Namena Creeks und die Bojen sind nicht ganz so eng gesteckt wie bei der Copra Shed Marina.
In Savusavu ist wieder mal einiges zu erledigen, wie immer in der sogenannten Zivilisation, aber davon mehr beim nächsten Mal.
Ps. So ereignislos war die Fahrt nun auch wieder nicht. Fast hätte ich vergessen, zu erwähnen, dass Benno einen sehr großen Mahimahi gefangen hat. Der hat auch ziemlich gekämpft, bis er denn an Bord war, aber nun ist er in Portionen fein in der Gefriertruhe verstaut.

19. 07. 2017 - 27. 07. 2017 Suva - Matuku/Lau-Inseln - Totoya - Bavatu Harbour/Vanua Balavu
Die ersten Tage in Suva sind trüb, es regnet auch manchmal ein bisschen. Da die Sonne sich also auch selten sehen lässt, ist es auch kühl. Kühl, nicht kalt, aber mein neuestes Thermometer ist das Kokosnussöl im Schrank. Wird es fest, ist es zu kalt.
Schön ist anders! Was für ein Unterschied zu unserem Aufenthalt hier vor zwei Jahren, wo wir die ganze Zeit in Suva schönes, sonniges Wetter hatten. Es hatte uns damals sehr gut in Suva gefallen, aber jetzt wollen wir uns hier nicht sehr lange aufhalten. Aber so schnell kommen wir nicht weg, denn am Sonntag, nachdem wir hier angekommen sind, wird Starkwindwarnung für ganz Süd-Fidschi im Radio bekannt gegeben.
Aber sooo schlecht ist das Wetter nun auch wieder nicht, dass wir nicht von Bord kommen würden. Wir können in den paar Tagen relativ viel erledigen, wie zum Beispiel bei unseren Tauchflaschen einen Drucktest machen lassen um zu überprüfen, ob sie noch in Ordnung sind und natürlich wieder frische Lebensmittel einkaufen. Wir gehen auch fast jeden Tag in Suva essen, denn wann haben wir dazu schon mal die Gelegenheit.
Übrigens stellen wir in Suva fest, dass es mittlerweile einen neuen Geldschein in Fidschi gibt und zwar eine 7-Dollar-Note. Die wurde kreiert, nachdem die Rugby-Mannschaft von Fidschi bei der Olympiade 2016 in Brasilien die Goldmedaille geholt hat. Die erste Goldmedaille, die Fidschi überhaupt jemals gewonnen hat und darauf sind die Fidschianer mächtig stolz.
Aber dann verspricht der Wetterbericht für die nächsten Tage weniger Wind und wir gehen am Mittwoch Anker auf, nach nur etwas mehr als einer Woche in Suva. Wir segeln erstmal nur bis zu dem kleinen Inselchen Nukulau Islet, welches nur ein paar Meilen von Suva entfernt ist. Als wir von dort weitersegeln, haben wir zwar sehr wenig Wind, aber das ist auf jeden Fall besser als zu viel Wind.
Und endlich mit Kurs auf die Lau-Inseln. Wurde auch mal Zeit nach all den Wochen und Monaten, die wir schon in Fidschi verbracht haben.
Wir können Matuku gut anliegen und machen dort am Samstagmorgen Landfall. Matuku hat hohe, steile Berge und der erste Eindruck erinnert uns stark an die Marquesas.
Als der Anker in der sehr geschützten Bucht bei dem Dorf Lomati gefallen ist, kommt schon gleich ein Begrüßungskommitee angefahren. Wir kündigen uns für den Nachmittag im Dorf an um beim Chief Sevusevu zu machen.
Später an Land werden wir ausgesprochen herzlich begrüßt und führen eine interessante Unterhaltung mit dem Chief. Anschließend werden wir durchs Dorf geführt, alles ist sehr gut in Ordnung. Man ist mit Recht stolz darauf, hier sehr autark leben zu können. Zu essen gibt es in Hülle und Fülle, Fisch aus dem Meer, Gemüse und Knollengewächse aus dem Garten und Schweine, Hühner und Rinder gibt es auch noch. Zum Trinken gibt es Kokosnüsse und Yaqona für Kava wächst auch hier.
Für den Sonntagmorgen werden wir zur Messe eingeladen und danach zum Mittagessen beim Chief.
Nun, die Messe selbst haut uns nicht so sehr vom Hocker, aber die Leute freuen sich, dass wir da sind und wir stellen uns auch während der Messe mit ein paar Worten vor. Anschließend gehen wir ins Haus des Chiefs und bevor das Essen fertig ist, werden wir ins Wohnzimmer gebeten. Oft sind in den Häusern keine Möbel und man sitzt auf Pandanus-Matten, aber hier gibt es Sessel, einen Tisch und noch ein paar Möbel. Als dann das Essen fertig ist, werden wir in die Küche gebeten und auch die ist modern. Es mag zwar weniger authentisch sein, als auf dem Boden zu essen, aber wir sind doch froh am Tisch sitzen zu können. Das Essen jedenfalls ist toll. Es gibt verschiedene Gemüse, Taro und Cassava, mehrere Sorten Fisch und vieles ist in Kokosmilch gekocht, was wir sehr mögen. Besonders gut schmeckt uns auch die Mudcrab, deren Geschmack uns an die Königskrabben erinnert, die wir oft in Kuna Yala gegessen haben. Jedenfalls ist alles sehr, sehr lecker.
Bevor wir weiterziehen, laden wir noch die ganze Familie zu uns auf Belena ein, da natürlich alle sehr neugierig sind und sehen wollen, wie wir denn so leben. Wir tragen uns auch in das Besucher-Buch ein, wo wir auch den ein oder anderen Segler kennen, die ebenfalls diese Insel besucht haben. Das und vieles mehr sorgt für reichlich Gesprächsstoff und als wir uns verabschieden, müssen wir versprechen, dass wir irgendwann wieder kommen.
Die nächste Insel, die wir anlaufen ist Totoya. Da wir nicht lange bleiben wollen, legen wir uns nicht vors Dorf, sondern vor einen schönen Strand in der Nähe des Passes. Hier rechnen wir eigentlich nicht mit Besuch, aber wir sind dann um so mehr überrascht, als ein lokales Boot zu uns kommt und die Leute uns bitten, an Bord kommen zu dürfen. Sie stellen sich vor als Mesulame Yabaki, Naomi Tovo und Taitusi Tukai und als Geschenk bringen sie zwei Körbe mit Papayas und mit Kokosnüssen mit. Wir erzählen von uns und sie erzählen uns von ihrem Leben. Als sie hören, dass wir aus Deutschland sind, erzählt uns Mesulame, dass sein Ur-Ur-Großvater Deutscher gewesen ist. Er selbst ist fast so alt wie Benno, exakt vier Tage älter und er hat 8 Kinder. Aber leider ist er schon seit vier Jahren Witwer, da seine Frau mit nur 56 Jahren an einem Schlaganfall gestorben ist. Ja, ärztlich Hilfe ist hier in einem Notfall weit weg.
Der Ankerplatz hier wird als sehr pittoresk beschrieben, aber wir haben Südschwell und der Ankerplatz ist etwas rollig. Da selbst wir auf Belena dies merken, gehen wir schon am nächsten Tag Anker auf. Unser Ziel ist Vanua Balavu und diese Inselgruppe ist gute 120 Seemeilen von Totoya entfernt. Da wir auf jeden Fall bei gutem Licht durch den Pass dort fahren wollen, bedeutet das für uns, dass wir eine Nachtfahrt machen werden. Kein Problem, aber wir haben Südwind und der kommt aus der Antarktis und bringt kalte Luft. Benno zieht jedenfalls während seiner Nachtwache einen Faserpelz an, da er gerne draußen sitzt.
Da wir auf jedenfalls den Pass bei Tageslicht durchfahren wollen, müssen wir nachts etwas bremsen. Aber das ist meistens kein Problem, da wir einfach die Segelfläche verkleinern. Nach der Einfahrt sehen wir schon die ersten Pilzköpfe, für die die Bay of Islands auf Vanua Balavu berühmt ist. Doch wir fahren weiter bis Bavatu Harbour, einem sehr geschützten Ankerplatz. Da wir ja nicht in Eile sind, nehmen wir uns die Erkundung der näheren Umgebung für den nächsten Tag vor.
Doch darüber werden wir beim nächsten Eintrag berichten.

09. 07. 2017 - 13. 07. 2017 Lautoka - Suva
Lange, sehr lange haben wir nichts mehr von unserem Leben auf Belena berichtet, aber nun melden wir uns wieder zurück. Ich war zwei Monate in Deutschland und Benno hat die ganze Zeit vor Bekana Island bei Lautoka mit Belena gelegen. An Bord ist ja auch immer was zu tun und so war es ihm nicht langweilig und gute Freunde von uns liegen mit ihrem Boot auch gleich nebenan und so hatte er auch Gesellschaft, wenn ihm danach war.
Zwischendrin gabs noch mal eine kleine Zitterpartie, denn Anfang/Mitte Mai ist noch der Zyklon Ella außerplanmäßig, da außerhalb der Zyklonsaison, entstanden. Es war lange nicht klar, ob Fidschi getroffen wird, aber diesmal ging der Zyklon nördlich an Fidschi vorbei.
Mittlerweile haben wir es tatsächlich geschafft uns von Bekana Island los zu eisen und wir hoffen, dass wir es schaffen, diesmal auf die Lau Inseln zu kommen. Ganz einfach wird es nicht werden, wenn wir es denn überhaupt schaffen, denn mittlerweile weht der meistens der Südost-Passat mehr oder weniger stark.
Also müssen wir auf eine Wetterstörung warten, die Wind und Wellen runter kommen lässt und dann geht es wieder gegenan. Aber da wir uns nun mal entschieden haben, die nächsten Jahre im Pazifik zu bleiben, werden wir damit leben müssen. Die Alternative wäre immer weiter nach Westen zu segeln und dann kämen wir irgendwann in Asien raus. Das wollen wir aber auch nicht, denn wir halten Asien für kein gutes Segelrevier. Auch von anderen Seglern haben wir gehört oder gelesen, dass man da besser hin fliegt und Landurlaub macht.
Unser erster Stopp nach Bekana Island war Momi Bay. Hier haben wir nur geankert, da wir am nächsten Tag gleich weiter wollten und keinen Landausflug geplant haben. Dann ging es weiter durch die Navula Passage um die Ecke in die nächste geschützte Bucht vor Likuri Island. Hier gibt es das Robinson Crusoe Resort und wir waren schon einige Male hier und haben uns immer die Tanzshow angesehen. Mittlerweile gibt es ein neues Management und man hat die Show etwas verändert, aber sie ist immer noch sehr gut.
Der nächste Stopp in der Cuvu Bay bei Yanuca Island, wo das Fiji Resort liegt, hat uns nicht so gut gefallen. Im Gegenteil, wir fanden es ätzend, was vor allem an den blöden Jetskier lag, die um uns rum gefahren sind und uns genervt haben. Die umgebende Landschaft war schön, aber dieser Massentourismus. Nee, brauchen wir nicht. Aber wir waren ja nur einen Tag und eine Nacht dort und dann ging es weiter nach Suva. Hier ist der Himmel jetzt bedeckt, aber immerhin regnet es noch nicht, wie so oft in Suva. Da es die nächsten Tage mehr Wind geben soll und dann die Weiterfahrt nach Osten unangenehm werden würde, wollen wir hier abwarten, bis das Wetter uns passt.
Mal sehen, wie lange wir hier bleiben müssen, bis wir wieder weiter können. 

12. 04. 2017 - 27. 04. 2017 Kiribati - Tuvalu - Lautoka/Fidschi
Es zieht sich, so lange waren wir schon lange nicht mehr an einem Stück auf hoher See, wenn man mal von dem kurzen Stopp auf Tuvalu absieht.
Eigentlich dachten wir, als wir in Kiribati angekommen waren, dass wir gleich weiter Richtung Süden segeln könnten. Aber der passende Wind war nicht in Sicht und am 9. April zieht sogar noch ein Zyklon über Neukaledonien und auch Vanuatu ist wieder betroffen. Einige Freunde von uns sind mit ihren Booten in Newcal und überstehen das alles hoffentlich gut. Wenn dieses System durchgezogen ist, hoffen wir, dass dann die Zyklonsaison im Südpazifik vorbei ist.
Weil wir nur kurz in Kiribati bleiben wollten, haben wir keine Genehmigungen eingeholt, noch weitere Atolle besuchen zu können. Also auch diesmal nix mit Butaritari. Aber wir segeln im Tarawa-Atoll herum und finden schöne Ankerplätze. Der erste, wie geplant, vor dem Parliament House und hier lernen wir auch mehrere Mitglieder des Parlaments kennen und auch mit dem Innenminister führen wir ein interessantes Gespräch. Alle sind ganz begeistert, dass mal eine ausländische Yacht für längere Zeit Kiribati besucht. So oft kommt das wohl nicht vor.
Dann geht es weiter nach Abatao, schon im Nordtarawa-Atoll, wo wir schon mal in der Tabon Te Keekee Ecolodge essen waren und dorthin allerdings auf dem Landweg gekommen sind. Viele Yachten segeln ja sowieso nicht nach Tarawa und die meisten kennen nur den Ankerplatz bei Betio, weil man dort einklarieren muss. Die Lagune ist relativ flach und mit Korallenköpfen durchsetzt, aber bei gutem Licht findet man doch seinen Weg. Wir waren aber doch etwas überrascht, als wir eines morgens feststellten, dass die lokalen Fischer mit ihren Netzen hinter Belena nicht schwammen, sondern gehen konnten und sogar mit dem Oberkörper über Wasser waren. Aber bei dem geringen Tiefgang von Belena ist das kein Problem.
Wir waren sogar bis ganz in den Norden von Nordtarawa, wo wir in der Bucht von Teranibai geankert haben und von dort das Dorf Buariki besucht haben. Als wir im Dorf herumspaziert sind, lief uns ein alter Mann über den Weg, der dann ganz aus dem Häuschen war, als er hörte, dass wir Deutsche sind. Er hat uns gleich ins Mwaneaba, dem Versammlungshaus eingeladen um mit ihm und seinen Freunden Schwätzchen zu halten. Er sprach gutes Englisch und hat uns erzählt, dass er sogar mehrmals in Deutschland gewesen ist, weil er im Maritime Training Center in Betio als Seemann ausgebildet wurde und zwanzig Jahre lang als Matrose zur See gefahren ist. Er war in Hamburg und Bremen und hat sogar noch ein paar Brocken deutsch gesprochen. Wir wurden zu Tee und frischen Trinkkokosnüssen eingeladen und haben uns wirklich als sehr besondere Gäste gefühlt.
Danach segeln wir noch nach Abaokoro, was etwa in der Mitte von Nordtarawa liegt. Hier können wir nur einigermaßen bequem an Land, wenn der Wasserstand relativ hoch ist. Auch hier treffen wir auf sehr interessante und nette Menschen, die sich freuen, uns zu begrüßen.
Als wir dann eine Chance sehen, dass wir weiter nach Tuvalu segeln können, segeln wir wieder vor den Ankerplatz vorm Parliament House. Von dort will ich dann mit dem Bus nach Bairiki zu Immigration fahren und danach weiter nach Betio zu Customs. Ich laufe einem der Parlamentsmitglieder über den Weg und der lässt es sich nicht nehmen, mich mit seinem Auto nach Bairiki zu fahren. Und ich musste ihm das Versprechen geben, dass wir das nächste Mal ihn auf seinem Atoll besuchen werden.
Beim Ausklarieren verläuft alles problemlos und auch kostenlos, so wie beim letzten Mal. Noch ein paar Einkäufe erledigen und wieder zurück aufs Boot.
Am 12.4. gehen wir dann Anker auf und segeln Richtung Tuvalu. Wir haben uns eine Phase mit wenig Wind ausgesucht, weil wir das Gegenansegeln bei viel Wind nun wirklich nicht mögen. Zum Glück segelt unsere Belena auch bei 2 Knoten Wind mit etwa 2 kn, womit wir durchaus zufrieden sind. Besser als motoren, solange die Segel nicht schlagen. Aber schnell sind wir so nicht unterwegs, etwa so wie ein Fußgänger. Ist ja auch egal, denn bei so wenig Wind und keinen blöden Wellen, ist das Leben fast so wie am Ankerplatz. Genug zu essen haben wir jedenfalls. Ein paar Motorstunden sind natürlich schon nötig, aber bei weitem nicht so viele, wie andere Segelboote vor uns für diese Strecke gebraucht haben. Wir müssen halt wieder über den Äquator, die sogenannten Kalmen, die seit jeher für wenig Wind bekannt sind. Auch diesmal findet das wieder nachts statt und wir sehen den Äquator nicht ;-)), aber mit einem Gläschen Sekt stoßen wir trotzdem an.
Wir haben teilweise Tage mit herrlichem Segeln und meistens unter 10 kn Wind, kaum Welle und wir gleiten dahin. Der stille Ozean macht seinem Namen alle Ehre! So dauert es halt bis wir in Tuvalu ankommen, aber da die Motorstunden sich in Grenzen halten, müssen wir in Tuvalu nicht nachtanken. Letztendlich haben wir für die gesegelten 845 sm von Kiribati bis Tuvalu fast so lange gebraucht wie bei unserer Atlantiküberquerung 2008 für mehr als die doppelte Strecke. Aber so ist es uns lieber als gegen starken Südostpassat anknallen.
Wir sind am 21. April in Tuvalu angekommen und haben uns auf einige Zeit eingerichtet, bis wir wieder passendes Wetter finden würden um weiter nach Fidschi zu segeln. Schließlich wollen wir sicher sein, dass die Zyklonsaison in Fidschi vorüber ist und wollen auf günstigen Wind für die Weiterfahrt warten. Etwas mehr Wind könnte es dann bitte schon sein, aber nicht zu viel davon, wenn es geht und vor allem kein starker Südostpassat. So in etwa könnte unsere Bestellung an das Universum aussehen.
Aber dann kommt es doch sehr schnell anders, als wir es vorausgesehen haben. Der Wind legt tatsächlich zu und auch nicht zu viel und wir sollten gleich weitersegeln. Nun, das geht deshalb nicht, weil wir ein achtseitiges Formular einschließlich Fotos von Belena und dem Skipper zu Immigration Fiji mailen müssen und das geht nur mit Internetzugang. Wenn man das nicht macht, dann droht einem eine hohe Geldstrafe, die leider einem unserer Freunde letztes Jahr aufgebrummt wurde.
Also haben wir an dem 21. April für unsere Verhältnisse mal so eine Art von Stress. Wir klarieren in Tuvalu ein und gleichzeitig wieder aus, weil wir am gleichen Tag weitersegeln wollen. Dann noch einkaufen und das Wichtigste: für Internetzugang zu sorgen, damit wir diese Mail mit dem großen Anhang an die Behörden von Fidschi verschicken können.
Wir kriegen das alles auch gut geregelt und so setzen wir unsere Fahrt noch am selben Tag fort, an dem wir in Tuvalu angekommen sind. Das ist auch gut so, denn wir müssen dieses doch relative laue Lüftchen ausnutzen, denn wenn der Südostpassat erst einsetzt, dann ist es absolut kein Zuckerschlecken, diese Strecke zu segeln.
Und es läuft gut, sehr viel besser, als wir uns das je erträumt hätten. Manchmal ist vor uns oder hinter uns Schietwetter, aber wir segeln immer da, wo es gerade gut läuft. Da gehört gute Wetterplanung dazu, aber auch ein gehöriges Stück Glück.
Wir kommen schon am 27. April in Fidschi Gewässer, aber wir wollen erst am 28. April morgens einklarieren. Diesmal geht das schneller über die Bühne, als beim letzten Mal, aber es dauert doch den ganzen Vormittag. Anschließend stürzen wir uns gleich ins Stadtleben, das hatten wir ja schon eine ganze Weile nicht mehr. Aber am Schönsten ist, dass wir gleich am Dock alte Freunde treffen. Gut, wieder in heimatlichen Gefilden zu sein!

11. 03. 2017 - 23. 03. 2017 Kwajalein-Atoll - Majuro - Tarawa/Kiribati
Da wir Mitte Dezember in Majuro angekommen sind, lief unsere 3-monatige Aufenthaltserlaubnis folglich Mitte März aus. Wir könnten zwar unseren Aufenthalt verlängern, aber wir wollen die kommende Zyklonsaison im Nordpazifik nicht auf den Marshalls verbringen. Wir haben unseren ursprünglichen Plan geändert, den wesentlich bequemeren Weg weiter westwärts auf die Solomon Inseln zu segeln. Wir wollen wieder nach Fidschi, aber erst, wenn dort die Zyklonsaison vorbei ist. Das wird etwas dauern, da wir nicht vor Mai in Fidschi sein sollten, aber wir machen uns am 11. März (einem Samstag, nicht freitags :-)) auf den Weg. Aber das Ausklarieren haben wir schon freitags erledigt und wir sind platt, als wir fast wie Freunde von den offiziellen Behördenvertretern verabschiedet werden.
Wie immer, sind die Tage vor der Abreise recht ausgefüllt und wir kaufen ausgiebig ein, da bis Fidschi die Einkaufsmöglichkeiten weit weniger gut sind. Natürlich gehört mal wieder das Abschiednehmen von unseren Segelnachbarn dazu, ein Teil des Seglerlebens, den wir gar nicht mögen. Zu unserer großen Freude trudeln in unserer letzten Woche im Kwajalein-Atoll noch Kate und Paul ein, mit denen wir Weihnachten gefeiert haben und die wir aber seitdem nicht mehr gesehen haben. Die Zahl der Segler in den Marshalls ist ja sowieso sehr begrenzt, weil die meisten Segler eben doch im Südpazifik bleiben. Uns hat es aber so gut gefallen, dass wir möglicherweise wieder her segeln werden.
Wir schaffen es auch noch bei all dem Trubel einen Tauchgang bei der Prinz Eugen zu machen. Ein deutsches Kriegsschiff, welches im Bikini-Atoll den Atomwaffentests ausgesetzt war, dieses überstanden hat und anschließend ins Kwajalein-Atoll überführt wurde. Dort ist es aber gesunken und stellt jetzt ein begehrtes Tauchobjekt dar, welches sogar noch aus dem Wasser ragt. Von den ursprünglich drei Propellern sind nur noch zwei vorhanden, da der Backbordpropeller mittlerweile auf dem Gelände des Marineehrenmals in Laboe ausgestellt ist.
Einen Ausflug auf die Insel Kwajalein machen wir auch mal. Ins mititärisch abgesperrte Gelände dürfen wir nicht, denn unsere Genehmigung dazu trifft erst nach unserer Abreise ein, aber die Fahrt mit der kostenlosen Fähre von Ebeye nach Kwaj, wie es genannt wird, ist auch ganz nett. Wir essen dort zu Mittag und dann geht es auch schon wieder zurück.
Wie Ihr an der Überschrift seht, ging es dann doch nicht auf direktem Wege nach Kiribati. Am Samstag haben wir mit schönstem Nordostwind das Kwajalein-Atoll verlassen und kamen den ersten Tag gut voran. Doch dann haben uns mal wieder die Meteorolügen veräppelt. Der Wind kam nicht aus der versprochenen Richtung, es gab Squalls, die uns immer wieder zu Änderungen in der Segelstellung zwangen und es war auch mehr Wind als vorhersagt. Nicht gut, gefällt uns gar nicht! Zumal wir gegenan segeln müssen und das noch viele Tage. Also entschließen wir uns, wieder nach Majuro zu segeln.
Die Behörden machen uns keine Schwierigkeiten, als wir die Situation erklären und man gibt uns eine 14tägige Gnadenfrist, bis wir wieder ausreisen müssen.
Die Zeit in Majuro nutzen wir natürlich nochmal um einzukaufen, es gibt eine noch größere Auswahl an schmackhaften Sachen als in Ebeye. Wir gehen lecker Pizza essen und auch das kulturelle Programm kommt nicht zu kurz, denn eine Studentengruppe führt das amerikanische Musical "Oklahoma" sehr gekonnt auf.
Bei unserem letzten Besuch auf Majuro haben wir es nicht geschafft, die etwas vom Hauptort entferntere Inseln Enemwanot zu besuchen. Hier ist das Wasser von besserer Qualität, auf der Insel geht das Leben beschaulicher zu und es gibt auch schöne Tauchziele. Wir machen unsere letzten Tauchgänge auf den Marshall-Inseln bei einem Schiffswrack, einem abgestürzten Flugzeug und es gibt sogar einen abgestürzten Hubschrauber unter Wasser.
Dann geht es wieder zurück nach D-U-D, die Abkürzung für Delap, Uliga und Darrit, der Hauptorte auf dem Majuro Atoll. Da wir auch dort einige der Segler kennen, verabschieden wir uns und werden möglicherweise den ein oder anderen irgendwo auf der Welt wieder treffen. Auch die Bürgermeisterin von Likiep haben wir in Majuro kennen gelernt, denn die Bürgermeister gehen oft ihren Amtsgeschäften in Majuro nach und Junior DeBrum, den wir in Likiep angetroffen haben, war ihr Vertreter, der sogenannte "acting mayor". Wir haben uns sehr gut unterhalten, ich habe ihr die Bilder gezeigt, die wir in Likiep gemacht haben und sie hat uns mehrmals versichert, wir seien jederzeit wieder auf Likiep willkommen und sie hofft, dass wir bald wieder kommen. Na, das hört man doch gerne!
Aber nun geht es darum, dass wir in Majuro erst mal weg kommen. Am Montag, den 20. März sehen wir wieder eine Möglichkeit und diesmal stimmt die Wettervorhersage hoffentlich. Vormittags gehe ich also zum Ausklarieren, nochmal ein paar Einkäufe tätigen und am späten Nachmittag gehen wir dann Anker auf. Als wir aus dem Pass raus sind, beißt gleich ein Mahimahi. Prima, denn wir hatten nur noch Wahoo in der Gefriertruhe.
Ansonsten verläuft dieser Trip relativ ereignislos, wenn auch die ersten Meilen etwas ruppig sind, aber es ist noch gut auszuhalten. Die übliche Routine zwischen Wachwechseln, schlafen, essen usw. stellt sich schnell ein. Der Wettergott ist uns diesmal holt und es gibt keine bösen Squalls und wir kommen am Donnerstag, den 23. März mittags in Tarawa an und ankern vor Betio. Hier kommen dann die Behördenvertreter an Bord, nachdem wir über UKW unsere Ankunft angekündigt haben. Diesmal kommen nur zwei Männer von Customs, die ein paar Formulare auffüllen und das wars dann schon. Auch das Boot wollten sie nicht durchsuchen, soll uns recht sein. Es reicht auch, wenn wir morgen zu Immigration gehen um unsere Pässe zu stempeln und danach werden wir diesen nicht sehr schönen Ankerplatz verlassen und werden dann wieder vorm Parliament House ankern. Wir kennen uns ja nun schon hier aus von unserem Besuch letztes Jahr.
Dann wird sich zeigen, wann das nächste Wetterfenster kommt, mit dem wir dann nach Tuvalu aufbrechen können, unserem nächsten Etappenziel auf dem Weg nach Fidschi. 

Ende Februar Kwajalein Atoll
Das Kwajalein-Atoll ist das größte Atoll der Welt und wir haben uns für den Besuch hier entschieden, weil wir gelegentlich einkaufen können (ja, so was profanes ist uns manchmal wichtig :-)) und wir natürlich viele Inseln im Atoll zur Auswahl haben, vor denen wir ankern können. Es gibt 97 Inseln im Atoll, welche eine über 2174 qkm große Lagune einschließen. Das sollte genügen und so werden wir uns eine Weile hier im Atoll herum treiben. Wir wurden gelegentlich darauf angesprochen, ob wir nicht ins Bikini-Atoll segeln wollen, da vielen dieses Atoll noch von den Kernwaffentests in den 1940iger und 1950iger Jahre bekannt ist. Über diese Riesenschweinerei könnte ich mich jetzt hier seitenweise auslassen, aber wen es näher interessiert, der wird im Internet fündig. Da die Zerstörungskraft der Bomben auch für Schiffe getestet wurde, gibt es jetzt jede Menge Wracks, die als sehr attraktiv für Taucher gelten. Aber sie liegen fast alle sehr tief und da wir nur mit normaler Pressluft tauchen und eine Dekokammer weit weg ist, haben wir uns das aus dem Kopf geschlagen. Außerdem liegt das Bikini-Atoll weit im Nordwesten und da man entweder in Majuro oder Kwajalein ausklarieren muss, ist der Rückweg von dort gegen Wind und Wellen sehr hart.
Hier im Kwajalein-Atoll gibt es auch viele Schiffswracks und einige davon haben wir schon betaucht.
Wir segeln quer durchs Atoll zu verschiedenen Inseln und bleiben immer mal ein paar Tage dort. Schnorcheln, Tauchen, Relaxen. So gefällt uns das! Allerdings hat es etwas gedauert, bis wir in den Norden segeln konnten, denn es fanden Anfang Februar Raketentests statt. Dann sind große Teile der Lagune gesperrt, aber wir wollen ja auch keine Rakete auf den Kopf bekommen. Roi Namur im Norden stellt eine Besonderheit dar, weil auch diese Insel an das amerikanische Militär verpachtet ist, so wie auch die Insel Kwajalein und noch ein paar andere Inseln. Wir dürfen nicht an Land außer beim Ferrydock, wo ein kleiner Supermarkt ist, in dem wir recht gut einkaufen können. Man verkauft uns sogar Benzin für den Dinghimotor und Diesel und das zu so sensationellen Preisen wie 50 Eurocent pro Liter.
Was gibt es sonst noch? Karneval ist spurlos an uns vorbeigegangen, aber statt dessen hatten wir hier Anfang Februar den Kwajalein Memorial Day. Da gab es auch Umzüge und es wurde tagelang gefeiert mit Musik, gegrillten Hähnchen, athletischen Wettkämpfen usw.
So verbringen wir also unsere Zeit hier mit Ankern vor Ebeye, wo man einkaufen kann und wo es Internet gibt (wenn auch sehr schlecht) und dem gelegentlichen Segeln zu anderen Inseln, wo wir tauchen und schnorcheln können. Wenn der Wind etwas nachlässt, werden wir sehen, wohin es uns dann verschlägt. 

01. 02. 2017 - 02. 02. 2017 Likiep - Ebeye/Kwajalein Atoll
Wie Ihr seht, waren wir jetzt tatsächlich ein paar Wochen lang auf Likiep und es hat uns sehr, sehr gut gefallen. Die Insel Likiep hat auf den Marshalls einen Sonderstatus, denn sie wurde 1877 von Adolph Capelle (einem Deutschen) und Jose DeBrum (einem Portugiesen) gekauft und befindet sich auch heute noch im Besitz dieser beiden Familien. Als sie hörten, dass wir Deutsche sind, waren sie vor Freude ganz aus dem Häuschen und man hat uns vieles über die Insel erzählt. Talk Stories, nennt man das hier und immer wenn wir an Land waren, wurden wir von irgendeinem dazu eingeladen. Das Leben ist auf Likiep sehr relaxt, keiner verschließt seine Haustür und es gibt nur zwei Autos. Eines davon ist das Gemeindeauto, was wir einmal für drei Dollar "gemietet" haben. Das war der Tarif für einmal um die Insel fahren einschließlich Diesel. Das war die billigste Automiete, die wir jemals hatten :-))
Geld verdient wird mit Kopra, welches alle paar Monate von einem Versorgungsschiff abgeholt wird. Außerdem kommt einmal die Woche ein kleiner Flieger, der auch schon mal das nötigste bringt. Der kann allerdings nur landen, wenn das Gras auf der riesigen Landebahn (sie ist über eine Meile lang) auch schön kurz gemäht ist und da kommt Benno ins Spiel. Der Aufsitzmäher war nämlich kaputt und das ganze Dorf hat vorher nicht gerade mit der Nagelschere, aber doch mit Rasentrimmer, kleinem Rasenmäher etc. das Gras auf dem Flugfeld kurz halten müssen. Und das hat nicht immer gut geklappt und es kam auch vor, dass der Flieger nicht gelandet ist, weil das Gras zu hoch war, sondern gleich wieder abgedreht ist. Benno hat also den Aufsitzmäher repariert und war dann natürlich der Held. Als Dank hat man uns dann die Gebühr erlassen, die normalerweise für den Besuch der Atolle der Marshall Inseln von den Bürgermeistern erhoben wird. Auch noch zwei Hüte aus Kokosnussblättern bekommen wir von einer Verwandten von Junior gemacht, da Benno alter Hut noch aus der Karibik langsam aus dem Leim geht. Wir haben auch immer wieder Kokosnüsse geschenkt bekommen, die Frau vom Bürgermeister hat Brot und Plätzchen für uns gebacken und wir haben auch viele gute und interessante Gespräche geführt.
Wie zum Beispiel: Männern wird auf der Insel keine Hefe verkauft, denn sie brauen dann gerne berauschende Getränke damit. Meine Einwand war, dass sie doch die Hefe aus der Küche ihrer Frauen holen könnten, aber da meinte Junior, dass die Frauen die Hefe vor ihnen verstecken. Der Genuss von Alkohol ist auf Likiep nicht verboten, (wie auf allen anderen Outer Atolls), aber das Brauen ist verboten und wird Mann erwischt, kostet es 50 Dollar Strafe. Und es bleibt fast nie unentdeckt, da es auf so einer kleinen Insel keine Geheimnisse gibt. Die eigenen Kinder verpetzen meistens ihre Väter oder verplappern sich. Aber man kann Palmsaft auffangen, der übrigens sehr gut schmeckt und wenn der ein paar Tage stehengelassen wird, fermentiert er von alleine. Das nennt man dann Toddy und wird auch auf Tuvalu und Kiribati gerne getrunken. Pandanus haben wir auch zu kosten bekommen, sowohl gekocht als auch roh. Roh schmecken sie uns besser, aber die Saison für Pandanus fängt erst an. Die Frauen machen diverse Sachen daraus, wie Saft oder auch Gebäck. Das lernen wir hoffentlich auch noch kennen.
Wir ankern aber nicht nur vorm Dorf, sondern schauen uns auch die ein oder andere Insel an. Viel gibt es ja nicht zu sehen außer Palmen, die schönen Farben des Meeres von dunkelblau bis türkis oder sogar fast weiß, dort wo es ganz flach ist. Wir machen Strandspaziergänge und auch das Schnorcheln ist interessant. In der Nähe des Südpasses machen wir auch schöne Tauchgänge, wo wir mal wieder viele Haie, Zackenbarsche, Schildkröten und auch eine große grüne Muräne sehen.
Bei den Zackenbarschen ist jetzt Hochzeit angesagt und sie sind voll im Fortpflanzungsrausch. Da sind sie außer Rand und Band, passen nicht so richtig auf und die Haie haben Fressfest. Wir wurden vor Makohaien gewarnt, die es am Pass geben soll, aber zum Glück sehen wir nur Weiß- und Schwarzspitzenhaie und einen Grauhai. Die sind in der Regel nicht aggressiv, sondern nur neugierig.
Das Meer, die Palmen und der Sandstrand sind sicher in anderen Teilen der Welt auch so schön, aber was die pazifischen Inseln ausmacht, sind ihre besonderen Menschen. Bevor wir in Likiep Anker auf gehen, kommt noch der Bürgermeister extra zu uns rausgefahren und hat einen Korb mit 14! Kokosnüssen und einer riesigen Schüssel voller selbstgemachter Kokosplätzchen. Das sei so Brauch, wenn einer auf eine Seereise geht, erklärt er uns und wir sind sehr gerührt.
Der Abschied von Likiep fällt uns nicht leicht, aber wann ist Abschiednehmen schon leicht?
Aber wir haben mal wieder Lust auf frisches Grünzeug und das ist auf den Atollen Mangelware, bzw. gibt es gar nicht. Da es im Moment von den Windverhältnissen her schwierig ist, wieder nach Majuro zu kommen, entscheiden wir uns für das Kwajalein Atoll als nächstes Ziel. Auf der Insel Kwajalein ist das amerikanische Militär stationiert und für uns bedeutet das "off limits", aber Ebeye, die Insel daneben hat auch zumindest einen guten Supermarkt und da wollen wir hin.
Da die Strecke von Pass zu Pass etwas über hundert Seemeilen ist, schaffen wir das nicht in einer Tagesfahrt. Aber kein Problem, was ist schon eine Nachtfahrt, zumal der Törn recht angenehm ist. Morgens beim ersten Licht kommen wir an und der Anker fällt später vor dem Ort Ebeye. Dann relaxen wir ein bisschen und morgen sehen wir weiter. 

Anfang Januar 2017 Marshall Islands/Aur Atoll - Likiep Atoll
Als wir in Majuro ankamen, wollten wir eigentlich relativ schnell wieder dort weg um die Outer Islands kennen zu lernen. Aber dann war zu viel Wind, dann kam Weihnachten in die Quere usw.. Wir haben auch mal wieder die Gemeinschaft von anderen Seglern genossen, wo wir doch die Wochen davor sehr oft alleine unterwegs waren.
Aber irgendwann ist es genug und vor allem Benno mag solch große Siedlungen nicht besonders. Außerdem regnet es dort recht häufig, weil die innertropische Konvergenzzone oft über Majuro hängt. Wir haben die Regentage genutzt und immer mal was am Boot gearbeitet, halt so Wartungsarbeiten wie Ölwechsel machen, mal was nähen, und, und, und... In den regenfreien Tagen haben wir Sightseeing gemacht, obwohl es soo viel nicht zu sehen gibt. Wir sind mal mit dem Taxi nach Laura gefahren, welches der Hauptort war, bevor die Amerikaner Majuro gegründet haben und es liegt am äußersten nordwestliche Zipfel von der Insel, auf der auch Majuro liegt. Auch hier ist übrigens der öffentliche Verkehr gut geregelt mit den "shared taxis". Man steigt ein, nennt sein Ziel und wird hingebracht. Natürlich sitzen andere Leute auch drin und jeder zahlt seine Fahrt. Wirklich tolles System und sehr preiswert. Wenn man den Flughafen passiert hat, wirkt alles sehr gepflegt und aufgeräumt. Ins Museum in Majuro wollten wir auch gehen, aber da hatten wir Pech. Es war wegen Renovierung geschlossen.
Zwei Tage vor Sylvester hat dann das Wetter gepasst und wir haben die Leinen von der Mooring los geworfen, an der wir nun über zwei Wochen waren. Wie wir später erfahren haben, wurde der Jahreswechsel in Majuro ganz nett gefeiert. Es gab Feuerwerke und in den Straßen spielten Live-Bands tolle Musik. Der Trip von Majuro nach Aur war erwartungsgemäß etwas ruppig, aber da wir doch relativ wenig Wind hatten, war es gut auszuhalten. Unser erster Ankerplatz war vor der Insel Aur, wo wir auch dem Mayor (so was wie ein Bürgermeister) begegneten, der sofort unser Cruising Permit sehen wollte und auch gleich die 25 Dollar Gebühr eingefordert hatte. Wir wurden willkommen geheißen und sind im Dorf rum gelaufen. Auch hier wie in Majuro waren alle Häuser aus Stein und die Dächer aus Wellblech. Die traditionelle Bauweise aus Naturmaterialien, wie wir es noch in Vanuatu gesehen haben, ist hier offenbar verloren gegangen, aber ansonsten war alles gut in Schuss. Wir haben dann sehr bald Wind aus nördlicher Richtung bekommen und da war unser Ankerplatz nicht mehr so sehr geschützt. Also segelten wir vor die nächste Insel in diesem Atoll. Wir ankerten am Sylvesterabend vor der Insel Tobal im Aur Atoll und haben den Abend an Bord verbracht, da an Land nix los war. Wir haben "Diner for One" geguckt, am Himmel die Sterne bewundert und mit Hilfe von ein paar Gläsern Sekt sind wir gut ins Neue Jahr gerutscht.
Wir danken an dieser Stelle auch allen, die Ihre Weihnachts- und Neujahrswünsche an unsere Gmx-Adresse geschickt haben und die bisher noch keine Antwort von uns erhalten haben. Es ist schon seltsam, dass wir hier in einem der am meisten von westlichen Einflüssen geprägten Inselstaaten des Pazifiks sind und wir hier den mit Abstand miserabelsten Internetzugang haben. Seit Weihnachten haben wir überhaupt keinen Internetzugang mehr und die Buschtrommeln sagen, dass das Kabel kaputt ist, welches von Guam kommt und das Land hier mit der Welt verbindet. Also wünschen wir Euch allen nun auf diesem Weg ein Frohes Neues Jahr!
Auf der Insel Tobal hatten wir den meisten Kontakt mit James (genannt: James Bond), der für die medizinische Betreuung des Atolls zuständig ist und der sich immer freut, wenn er Segler auf seiner Insel begrüßen kann. Wir waren überrascht, als er uns erzählte, dass 2016 nur drei oder vier andere Segelboote dieses Atoll besucht haben. Wir haben gedacht, dass doch mehr Segler kommen, zumal es nicht weit von Majuro entfernt ist.
Bevor wir das Atoll verlassen, ankern wir beim Westpass und machen dort einen tollen Tauchgang. Wir sehen viele Haie, Adlerrochen, Barrakudas, Thunfische, Leopardendrückerfische, Kofferfische und vieles mehr.
Am nächsten Tag sind wir dann weiter nach Likiep, weil anschließend der Wind wieder zunehmen soll. Und wir wollen doch einen angenehmen Törn haben. Dieses Atoll ist weiter im Norden und nicht in einer Tagesetappe zu erreichen, aber nach einer Nachtfahrt kommen wir morgens vor dem Pass an, durch den wir in das Atoll fahren können. Als wir vor dem Dorf ankern, kommt gleich ein Boot und wir werden auf herzlichste von Junior DeBrum begrüßt. Er bringt auch gleich einen ganzen Korb voller bereits geschälter Kokosnüsse als Geschenk mit.
In diesem Atoll soll es über 60 Inseln geben, da wird die ein oder andere Insel dabei sein, der wir einen Besuch abstatten können. Da es uns hier sehr gut gefällt, werden wir wohl eine Weile bleiben.